Sie sind hier: Damen I Berichte Pokalfinale  
 BERICHTE
Pokalfinale
05.12.2009
07.11.2009
10.01.2009
13.12.2008
08.11.2008
27.09.2008
16.02.2008
02.02.2008
 DAMEN I
Tabelle
Mannschaft
Spielplan
Ergebnisse
Trainingszeiten
Bilder
Berichte
Archiv

POKALFINALE
 

Welch Euphorie und Jubel herrschten am Sonntag Nachmittag in der Stadtsporthalle in Hennigsdorf beim letzten Spiel diesen Tages.

Am vergangenen Wochenende fand die Saison 2009/2010 ihren Abschluss im Landespokalfinale in Hennigsdorf. 16 Damen- und 13 Herrenteams kämpften um den begehrten Titel und um die Qualifikation zum Regionalfinale.
Der erste spannende Moment am Samstag Morgen war die Auslosung der Staffeln. Wir landeten zusammen mit Schwedt, Oranienburg und Königs Wusterhausen in der Staffel C. Das Turnier wurde in zwei Hallen ausgetragen, so dass wir unsere Halle erst einmal finden mussten. Nachdem wir uns zum Halleneingang durchgekämpft hatten, stand kurz darauf fest, dass unser erster Gegner Schwedt sein würde. Als Aufsteiger in die Regionalliga und Gegner der letzten Saison, wussten wir, dass dies ein schweres Spiel werden wird. Der erste Satz war recht durchwachsen, doch reichte es, diesen zu gewinnen. Mit mehr Sicherheit und Selbstvertrauen gelang es uns auch den zweiten Durchgang für uns zu entscheiden. Somit haben wir unser Auftaktspiel gegen den vermeintlich stärksten Gegner unserer Staffel gewonnen. Im zweiten Spiel wartete Oranienburg auf uns. Ebenfalls eine Mannschaft aus der Brandenburgliga gegen die wir uns jedoch mit 2:0 durchsetzen konnten. Jetzt fehlte uns nur noch ein Sieg um Staffelerster zu werden. Die junge Mannschaft aus Königs Wusterhausen hatte es geschafft in die Brandenburgliga aufzusteigen und wird in der nächsten Saison ein weiterer Gegner von uns sein. Doch auch diese Begegnung konnten wir mit einem 2:0 für uns entscheiden. Damit hatten wir uns direkt für das Viertelfinale am nächsten Tag qualifiziert. Am Abend bei der Party wurde uns unser nächster Gegner zugelost. Mit SC Potsdam III standen wir einer durchaus lösbaren Aufgabe gegenüber. Nachdem die Nacht überwunden war und sich die Sonne von ihrer besten Seite zeigte, fanden wir uns in der Halle ein, um um den Einzug ins Halbfinale zu kämpfen. Nachdem wir im ersten Satz einige Zeit brauchten, ins Spiel zu kommen, lief der zweite Satz um so besser. Mit einer Aufschlagserie von Verena, die uns eine 13:1 Führung brachte, beendeten wir diesen Satz mit 25:13 und freuten uns über den Einzug ins Halbfinale, wohl wissend, dass sich SC Potsdam II und Angermünde (beide Regionalliga) ebenfalls qualifiziert haben. Nachdem die weiteren Begegnungen angesagt wurden, trat ein wenig Erleichterung auf unsere Gesichter, da unser nächster Gegner die Landesauswahl Brandenburg war. Somit erhielten wir eine etwas größere Chance ins Finale einzuziehen. Zuvor hatte sich die Landesauswahl gegen den Tabellenvierten der Brandenburgliga durchgesetzt. Somit waren wir gewarnt, dieses Spiel nicht zu unterschätzen. Mit einigen Startschwierigkeiten und vielen Eigenfehlern gingen wir in dieses Spiel. Zum Ende des ersten Satzes konnten wir unsere Leistung allerdings stabilisieren und mit ein wenig Glück, auch diesen für uns entscheiden. Das Spiel war jedoch noch nicht gewonnen. Die Landesauswahl kämpfte und kratzte viele Bälle vom Boden. Doch am Ende hieß der Finalteilnehmer VSV Erkner. Womit keiner am Samstag morgen gerechnet hatte, wurde nun Wirklichkeit. Wir standen im Finale um den Landespokal. Dieses sollte eine Neuauflage des Halbfinales des vergangenen Jahres werden. Damals haben wir es geschafft, SC Potsdam II einen Satz abzunehmen.
Wohl wissend, dass wir in diesem Spiel nichts zu verlieren hatten, gingen wir aufs Feld. Potsdam war der Favorit und so dachten wahrscheinlich viele, dass es ein Spiel von kurzer Dauer werden würde.
Im ersten Satz taten wir uns auch etwas schwer unsere Punkte zu machen. Das Spiel hatte eine andere Geschwindigkeit, als wir es gewohnt waren und somit liefen wir meist einem Rückstand hinterher. Potsdam dominierte das Spiel und gewann recht souverän mit 25:19. Doch so leicht wollten wir es ihnen nicht machen. Noch vor Beginn des zweiten Satzes ertönten von unserer Bank Anfeuerungsrufe, die sich auf unser Team auf dem Feld übertrugen. Der zweite Satz begann und wir ließen uns nicht von Potsdam abhängen. Wir kämpften und feierten jeden Punkt den wir erzielten, als wäre es der Satzball. Die Spannung stieg, je mehr sich der Satz dem Ende neigte. Während das Finale der Herren bereits vorbei war, befanden wir uns noch mittendrin. Punkt für Punkt kämpften wir uns in Richtung Satzball. Mittlerweile hatten wir doch ein paar Zuschauer mehr in unseren Bann ziehen können, die das Spiel aufmerksam verfolgten. Und dann trat ein, was niemand vorher geglaubt hatte. Wir hatten Satzball. Die Möglichkeit, diesen Satz zu gewinnen, war zum Greifen nah. Doch Potsdam schaffte den Ausgleich. Somit war alles wieder offen. Die Spannung stieg und nachdem wir erneut in Führung gingen, ließen wir uns auch diesen Satz nicht mehr nehmen. Das 26:24 und großer Jubel auf unserer Seite beendeten diesen Durchgang. Der Tiebreak musste die Entscheidung bringen. An diesem Tag könnten wir für die Überraschung sorgen, mit der niemand gerechnet hatte. Der entscheidende Satz begann und keines der Teams konnte sich absetzen. Und wieder wurde jeder Punkt gefeiert. Beim Seitenwechsel lagen wir sogar in Führung (mit einem Punkt), doch auch diesen holte Potsdam wieder auf und zog an uns vorbei. Doch auch ein 9:12 ließ unsere Köpfe nicht hängen. Wir kämpften weiter. Am Ende ging der Tiebreak mit 15:11 an die Potsdamerinnen. Doch auch wir freuten uns darüber, ein so gutes Spiel gemacht zu haben. Das war eines dieser Spiele, die uns noch lange in Erinnerung bleiben werden.